Das Pflegegeld kommt von der entsprechenden Pflegekasse der Krankenkasse. Nur derjenige, der zu einem bestimmten Grad pflegebedürftig ist, bekommt auch Pflegegeld. Zuerst muß ein Antrag auf Pflegegeld an der Pflegekasse gestellt werden. Diese wird durch den medizinischen Dienst den Grad der Pflegebedürftigkeit durch ein Gutachten festlegen. Hierbei wird festgestellt ob die versicherte Person überhaupt pflegebedürftig ist und welcher Pflegeaufwand erforderlich ist.
Der Pflegeaufwand schlägt sich dann in sogenannte Pflegestufen wieder, die von 1 – 3 festgelegt sind. Anspruch auf Pflegegeld, hat ein Pflegebedürftiger erst ab der Pflegestufe I, bei nachgewiesener erheblicher Pflegebedürftigkeit. Pflegestufe II, wird bei schwerer Pflegebedürftigkeit bewilligt und Pflegestufe III, bei schwerster Pflegebedürftigkeit. Es kann auch ein Härtefall vorliegen, wo evtl. weitere Leistungen gewährt werden, wenn die Pflegebedürftigkeit das Maß der Pflegestufe 3 noch überschreitet.
Das monatliche Pflegegeld ist nach Höhe der Pflegestufe gestaffelt und unterscheidet sich bei der häuslichen- der ambulanten- und der stationären Pflege.
Bei der Pflegestufe 1 bekommt:
- der Patient bei häuslicher Pflege 225 € (ab 2012 – 235 €)
- der ambulanten Pflegedienst durch Pflegesachleistungen 450 € (ab 2012 – 450 €)
- das Pflegewohnheim für stationären Pflege 1023 € (ab 2012 – 1023 €)
Bei der Pflegestufe 2 bekommt:
- der Patient bei häuslicher Pflege 430 € (ab 2012 – 440 €)
- der ambulanten Pflegedienst durch Pflegesachleistungen 1040 € (ab 2012 – 1100 €)
- das Pflegewohnheim für stationären Pflege 1279 € (ab 2012 – 1279 €)
Bei der Pflegestufe 3 bekommt:
- der Patient bei häuslicher Pflege 685 € (ab 2012 – 700 €)
- der ambulanten Pflegedienst durch Pflegesachleistungen 1510 € (ab 2012 – 1550 €)
- das Pflegewohnheim für stationären Pflege 1510 € (ab 2012 – 1550 €)
- das Pflegewohnheim für stationären Pflege im Härtefall 1825 € (ab 2012 – 1918 €)